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Wissenswertes zum Thema Brot

Die Geschichte des Brotes ist über 5000 Jahre alt.
Die Geschichte des Bäckerhandwerks begann mit dem Brotbacken, es waren hauptsächlich Fladenbrote, einerseits weil die Sachertorte vor 5000 Jahren noch nicht erfunden war und die Ernährung der Menschen fast weltweit durch Getreidebrei und das Verbacken von zermahlten Getreidekörnern bestimmt wurde, und andererseits, weil Fermentations- und Gärprozesse in Vorteigen, Sauerteigen und Teigen ihre Faszination bis heute noch nicht verloren haben.

Es war ein weiter Weg, von den Anfängen bei den Ägyptern und Sumerern, bis zu den tatsächlichen Anfängen in Mitteleuropa im 11. Jahrhundert. Neuere Funde datieren das Backen erster Fladenbrote in Europa auf 3000 vor Christus - und damit bekommen sogar die alten Ägypter Konkurrenz, hier wirklich die ersten gewesen zu sein.

Brot gibt es in allen Kulturen dieser Welt

Die Lockerung durch Honig oder Fermente wurde 1925 (Hugo Erbe) entwickelt, ein Backferment bestehend aus Honig sowie Weizen- und Erbsenmehl. Dass gegorene Teige (Honig diente als Süßstoff) schmackhafte und gelockerte Fladen ergeben, das wusste man ebenfalls schon in der Antike, aber erst im 18 Jahrhundert setzte sich die Lockerung mit geeigneter Hefe im gewerblichen Bäckerhandwerk durch. Brauereien und später auch spezielle Hefefabriken lieferten die kostbaren Pilze und Sporen.

Was zuvor im Mittelalter auf den Tisch kam, würde man heute eher dem Bereich wissenschaftlicher Backversuche zuordnen, wobei man noch Glück haben musste, welchem Stand man durch die Geburt angehörte: Während das so genannte Bürgerbrot aus Roggenmehl gebacken wurde, fanden Mägde und Knechte schon ordentlich Kleie in ihrem Brotlaib, und ärmere Bevölkerungsschichten mussten mit einem Getreidegemisch aus Gerste und Hafer Vorlieb nehmen; für den Roggen reichte das Geld der Taglöhner meisst nicht aus, sofern sie überhaupt beim "Berufsbäcker" kaufen konnten.

Bis ins späte Mittelalter gab's allerdings gnadenlos ungesüßten Haferbrei als Hauptnahrungsmittel auf den Tisch und die Kleie im Brot wurden noch nicht als "wertvoller Ballaststoff" bezeichnet. Brote aus Weizenmehl waren den Höfen und hochgestellten Kirchendienern vorbehalten und wurden deshalb auch als "Prälatenbrot" bezeichnet.


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